Schlafmangel ab 30: Warum Durchmachen nicht mehr funktioniert (#169)
Shownotes
Früher reichte eine Mütze voll Schlaf, heute leidet der Körper nach einer durchgefeierten Nacht tagelang. Eva Bouvet und Biologe Albrecht erklären in dieser Episode, warum Schlafmangel ab den späten Zwanzigern eine völlig neue Dimension annimmt und warum der erwachsene Körper biologisch einfach länger braucht, um wieder in die Balance zu kommen. Es geht um die harte Realität der biologischen Uhr, den plötzlichen Wandel vom Nachtmenschen zum Frühaufsteher und die Frage, ab wann wir eigentlich wirklich wie Erwachsene schlafen.
Themen dieser Episode:
✅ Der biologische Wendepunkt: Warum die Regenerationsfähigkeit des Körpers mit 19 Jahren ihren absoluten Peak erreicht und es danach stetig bergab geht. ✅ Feiern vs. Elternschaft: Warum die Party-Nacht trotz Schlafmangel leichter weggesteckt wird als der psychologisch gestörte Schlaf, wenn man plötzlich Verantwortung für ein Kind trägt. ✅ Das Kinder-Paradoxon: Wie feste Familien-Rhythmen als natürlicher Wecker funktionieren und warum feste Strukturen die Schlafgesundheit von Erwachsenen massiv unterstützen. ✅ Rush Hour des Lebens: Warum berufliche und private Anspannung ab Ende dreißig dazu führt, dass wir nachts nicht mehr so einfach abschalten können.
So findest du Albrecht Vorster
Hier erfährst du mehr über Albrecht Website](https://www.warum-wir-schlafen.de))
Sponsor dieser Episode
Die Episode wird präsentiert von der 7schlaefer_app.- der App von und mit Albrecht# Über den Podcast:
Über den Podcast
Dieser Podcast bietet wertvolle Einblicke und praktische Tipps zu Themen rund um die Schlafgesundheit. Ob Schlaftipps, Schlafprobleme oder rund um das Thema Schlaf Gesundheit -- wir klären auf und geben dir das Wissen, das du brauchst, um deinen Schlaf selber zu steigern.
Hier findest du mich auch
Folge mir auf Instagram & Facebook.
Transkript anzeigen
00:00:00:
00:00:02: Gibt's denn eine Antwort auf die Frage, warum können wir nicht feiern wie früher?
00:00:07: Und ich hab das Gefühl, wenn ich auf meinen eigenen Schlaf gucke, dass der sich so ab dem... ...vom vierundzwanzigsten und dreißigsten Lebensjahr ein bisschen im Erwachsene-Molus eingependelt hat.
00:00:18: Was prägt mir jetzt ne durchgemachte Nacht?
00:00:21: Wie viele Tage leide ich danach?
00:00:24: Ab Ende der Zwanziger geht es eben halt körperlich ein bisschen herunter.
00:00:32: Albrecht!
00:00:33: Du und Ich, man sieht uns kaum an Aber wir sind jetzt nicht mehr zwanzig Jahre alt.
00:00:41: Ist auch gut so!
00:00:43: Ich habe das Gefühl, man ist Kind, Teenager, kurzfeierfähig und plötzlich vierzig Jahre alt und am liebsten um zweiundzwanzig Uhr im Bett.
00:00:52: Jetzt erzähl doch mal ab wann schlafen wir eigentlich tatsächlich wie erwachsene Personen?
00:00:58: Und ab wann sinkt denn die Fähigkeit Nächte durchzumachen?
00:01:05: Ja, da ist ja die Frage was erwachsene Personen sind.
00:01:09: Ich habe das Gefühl ich bin immer noch nicht erwachsen.
00:01:11: also wir können dir das geheimnis lüften als wenigstens ich bin über vierzig glaube du auch genau und ich hab das gefühlt wenn ich auf meinen eigenen schlaf gucke dass der sich so ab dem... ...vielundzwanzigsten dreißigsten lebensjahr so ein bisschen im Erwachsmodus eingependelt hat.
00:01:30: Das hat auch ein bisschen mit dem Lebenswandel zu tun.
00:01:33: Sobald wir irgendwie einen Job haben, wird der ein bisschen ruhiger und regelmäßiger.
00:01:39: Und ja, wir werden ab dem dreißigsten Lebensjahr spätestens eigentlich wieder ein bisschen mehr zum Frühtypen also während die Pubertäne so ab den fünften bis zum fünfundzwanzigsten ist.
00:01:50: Lebensjahre da sind wir wirklich noch so nachtrollend macht es uns gar kein wenig aus erst um ein zwei Uhr ins Bett zu gehen.
00:01:59: diese Lust auf das nächtliche Durchmachen.
00:02:02: Die sinkt einfach da ab, also ich gehe immer noch gerne feiern mit Untermitfreunden aber ich merke es dann am nächsten Tag ein bisschen stärker.
00:02:09: vielleicht hat man's früher auch stärker gemerkt aber man hat gar nicht so ernst genommen.
00:02:15: Also du meinst es hat damit zu tun irgendwie dass so eine Regelmäßigkeit im Leben einen kehrt Vielleicht Job oder andere Herausforderungen als man noch als Teenager hatte.
00:02:24: deshalb ist es vielleicht schwieriger und Man wegt dann auch eher ab was Was bringt mir jetzt eine durchgemachte Nacht?
00:02:33: Wie viele Tage leide ich danach?
00:02:36: oder was ist es.
00:02:38: Ich bin ja Biologe und als biologisch habe ich immer, was sind denn die biologischen Ursachen oder Grundlagen?
00:02:44: Und da sehen wir ja diese gleiche Kurve des Leistungspieges und auch der Plastizität der Nervenzellen und auch das Körpers auf Veränderungen flexibel zu reagieren und sich schnell anzupassen und zu regenerieren.
00:02:59: Da haben wir den Peak so mit achtzehn, neunzehn.
00:03:02: Danach geht's bergab und da sehen wie auch bei Fußballern also ich glaube im gleichen Maße wie in Fußballer nicht mehr eine Lage ist absolute Spitzenleistung zu bringen.
00:03:11: ab Ende der zwanziger geht es eben halt körperlich ein bisschen herunter.
00:03:14: das heißt jetzt nicht dass wir jetzt keinen Spaß mehr empfinden können aber es wird ist so dass dann Verletzungen ein bisschen langsamer heilen der Körper ein bisschen länger zu kompensieren braucht.
00:03:24: Das sehen wir auch bei Menschen die Schichtarbeit machen bis zum vierzigsten Lebensjahr den Leuten noch recht einfach und danach nimmt auch die Zahl der Menschen, die Schichtarbeit machen mehr und mehr ab weil sie merken das ja dass es immer schwieriger wird für ihren Körper diese ständige Umstellung.
00:03:44: Und wenn wir sehr unregelmäßig ins Bett gehen dann ist es ja eigentlich die ganze Zeit eine Umstellung unseres Körpers.
00:03:49: also da sind schon auch biologische Gründe, dass wir einfach mit vierzig nicht mehr einen Körper haben wie mit zwanzig.
00:03:55: komisch Hat mir noch nie jemand vor dir gesagt, Albrecht.
00:04:01: Also so der ... vierzig würdest du sagen ist vielleicht so der Wendepunkt oder ist es schon vorher, dass wir mit Schlafmangel gar nicht mehr so gut zurechtkommen?
00:04:12: Oder mit unregelmäßigem Schlaf?
00:04:15: Mit unregulässigem schlafen?
00:04:17: tatsächlich das ist ein Fanfekt.
00:04:19: kommen ältere Menschen mit Schlafmangel besser klar.
00:04:22: also wenn wir jetzt die Performance messen Dann können fünfzigjährige damit haben weniger starken Leistungseinbruch am Tag, nach oder durch Nacht und Nacht.
00:04:33: Aber sie haben vielleicht das Gefühl, dass es für Sie ein stärker anstrengend ist, dass sie Energie kostet?
00:04:41: Und ist es denn ein Unterschied ob ich nachts länger wach bin oder die Nächte durchmache weil ich feiern bin oder tanzen bin... oder ob ich vielleicht Familienzuwachs bekommen habe und dann ein neuer Mensch in der Familie ist.
00:04:57: Ist das ein Unterschied?
00:04:59: Oder ist Schlafmangel, gleich Schlafmange?
00:05:03: Ja, das differenziere ich schon relativ stark.
00:05:07: Zum einen beim Feiern ist der Schlaf- mangel mitunter gar nicht so groß, weil man am nächsten Tag, jedenfalls zwar bei mir so noch irgendwie lange den Tag hineinschläft.
00:05:16: Also das ist eher eine Unregelmäßigkeit Und der Körper ist auch noch relativ gut in der Lage, stark mit zusätzlichem Tiefschlaf zu reagieren.
00:05:25: Dass diese Kompassationsmöglichkeit der Schlafintensivierung nimmt ein bisschen im Alter ab.
00:05:31: Bei Kindern ist das Problem ja auch weniger so der krasse Schlafmangel sondern eher der gestörte Schlaf.
00:05:38: Auch der schlafe wird leichter weil ich Verantwortung für jemanden habe und Wenn ich mich um jemand anderem in der Nacht kümmern muss als nur um mich selbst, dann kann ich mich weniger fallen lassen.
00:05:47: Dann bin ich quasi noch mit so einem Auge wach und dazu kommt eben dann gegebenenfalls noch eine berufliche Belastung die dabei ist vielleicht auch schon irgendwie mit dem viertesten Lebensjahr, dass man sich um die Gesundheit der Eltern vielleicht noch kümmern muss.
00:05:59: also das sind generell wenn man bei Zufriedenheitsforschern guckt, denn das ja anstrengende Jahre vom dreißigsten bis zum fünftvierzigsten Lebensjahre Das ist so wie Rush Hour.
00:06:09: das Leben da kommt ganz viel zusammen Hauskauf vielleicht, Kinder kriegen, Partnerschaft, berufliches Aufsteigen oder Veränderungen.
00:06:18: Da verendet man häufig noch die Firma und dann nehmen wir glaube ich das besonders stark wahr wenn da unser Schlafer noch gestört ist.
00:06:27: Und können das dann weniger abpuffern?
00:06:29: Also ja bei Kindern ist es nicht nur der pure Mangel, wir schauen immer so viel auf die Stunden sondern geben auch einfach die gesunkene Schlaffülligkeit steigende Stress und ich merke, dass bei mir selber auch ja auch erst ab dem Ende der dreißiger Jahre gab es bei mir mal auch Nächte wo ich morgens dann aufgewacht bin.
00:06:51: Und nicht mehr weiter schlafen konnte einfach weil die Anspannung berufliche Anspannungen mitunter auch hoch war.
00:06:56: das kannte ich vorher gar nicht.
00:06:57: Das ist dann vielleicht gar nichts was in so viel Schlaf fehlt.
00:07:00: aber
00:07:02: Werbung Albrecht!
00:07:04: Was macht die Siemenschläfer App?
00:07:06: Erzähl mal
00:07:08: Die Siebenschläfer-App ist eine App zum Schlafen lernen, um wieder gut ein und durchschlafen zu können.
00:07:14: Und die konnten wir letztes Jahr sogar in einer Studie testen und die meisten Nutzer können auch mehrere Monate nach der App weiterhin wirklich gut schlafen – das macht mich sehr glücklich!
00:07:24: Für wen ist denn die App geeignet?
00:07:27: Für alle, die Ein- und Durchschlafprobleme haben oder die generell unzufrieden mit ihrem Schlaf sind aus welchen Gründen auch immer.
00:07:35: Und sag mal, zahlt denn die Krankenkasse die Nutzung der App?
00:07:38: Ja das ist ganz toll.
00:07:39: Die ist mittlerweile als Präventionskurs anerkannt weil wir diese wissenschaftliche Studie durchgeführt haben und jeder der bei einer gesetzlichen deutschen Krankenversicherung versichert ist kann sich die App erstatten lassen zu achtzig bis hundert Prozent.
00:07:53: Das kann man auf der Webseite siebenschläfer.app testen ob die eigene Krankenklasse da wieviel die erstattet.
00:08:01: Dann kann man die, bezahlt man die erst mal und nachher kann man dann die Rechnung einreichen.
00:08:04: Wenn Kribber das Geld erstattet?
00:08:06: Sehr praktisch!
00:08:08: Danke Albrecht!
00:08:09: Bitte!
00:08:10: Werbungende... Und es ist ja auch wenn wir abends ausgehen und Nächte durchmachen, ist es ja in aller Regel eine Nacht, sei denn wir sprechen jetzt von Schichtarbeit und es sind ja nicht sieben Nächten.
00:08:24: Und wenn ein Baby Bedürfnisse hat, dann ist es jahr länger.
00:08:31: Und manchmal auch gar nicht so richtig absehbar, wann sich der Schlaf der Eltern wieder verändern darf.
00:08:36: Vielleicht ist das auch nochmal der Unterschied?
00:08:40: Wir schauen häufig bei Kindern nur auf die negativen Seiten und ich höre auch von vielen Eltern dass sie Probleme mit dem Schlaf haben.
00:08:48: aber Kinder haben für unseren Schlaf auch ganz positive Seiten Nämlich.
00:08:53: es gibt kein stärkeres Regulativ für einen regelmäßigen Schlaf und wir wissen, dass für eine Schlafgesundheit die Regelmäßigkeit, die ist nicht nur für Kinder wichtig sondern auch für Erwachsene sehr wichtig ist.
00:09:04: So ein Nachteil ist mit Kindern sinkt meistens das was wir an Freizeit oder an Sport auch machen für unseren Körper.
00:09:13: Das Körpergewicht geht damit unterhoch einfach weil wir dann diese zusätzliche Zeit nicht mehr haben.
00:09:18: aber Kinder können auch Ruhe eine andere Prioritätensetzung machen und Ruhe in den Schlaf reinbringen, weil der Läum halt regelmäßiger wird auch die Essenszeiten regelmässiger sind.
00:09:30: Sie machen uns ein bisschen mehr zum Morgenmenschen und es ist tendenziell der Aufwärmung starker Nachttyp.
00:09:37: Es konnte eine Studie letztens zeigen dass es tendenzielle gut ist spätestens um ein Uhr ins Bett zu gehen.
00:09:42: Also sein Leben beziebt darauf hin auszurichten und seinen Verhalten so zu modulieren das man um ein uhr einschlafen kann Ja.
00:09:52: Und da sind Kinder ein ganz starkes Regulativer, das gibt sonst keinen Wäcker der immer morgens quasi zur gleichen Zeit so laut und so intensiv einen Auffordert aufzustehen.
00:10:02: Da die Kinder haben auch ganz viel Positives auf den Leben zu tun.
00:10:05: und den Schlag.
00:10:06: Und ich glaube was man mit Kindern wieder lernt?
00:10:09: Ich habe selber keine aber ich kann es mir vorstellen sind einfach Routinen gerade Abendroutinen.
00:10:14: Manchmal vergessen wir Erwachsenen das Was, was wir auch alle im Erwachsenenalter wieder lernen können oder neu entfachen können.
00:10:23: So.
00:10:25: Genau also die Menge an Schlafprobleme bei Eltern ohne Kindern ist ähnlich hoch wenn ich sogar ein bisschen höre.
00:10:33: Also ich sehe häufiger dass das eigentlich das Kinder stabilisieren sind.
00:10:37: Wir gehen dadurch drei in gerade von der Kleinkindphase und die Kinder einfach noch ganz viel Betreuung auch nachzubauen geben durch eine harte Phase durch aber am Anschluss daran ist es gut für uns.
00:10:49: Gibt es denn eine Antwort auf die Frage, warum können wir nicht feiern wie früher?
00:10:55: Ja also ich glaube einfach die Biologie.
00:10:57: Da ist einfach weniger Leistungsfähigkeit, weniger Möglichkeiten das abzupuffern und manchmal auch eine Verlagerung der Interessen.
00:11:04: Also man hat dann vielleicht auch die Clubs der Stadt schon ausreichend gesehen und denkt, es gibt jetzt einander spannende Dinge.
00:11:12: Es ist glaube ich gar nicht nur die körperliche Leistungsfähigkeit sondern bringt mir das jetzt so viel bei lauter Musik mit anderen Menschen, unbekannten Menschen mich über Smalltalk zu führen.
00:11:24: Ich habe nicht mehr Spaß mit guten lang gewachsenen Freundschaften einen Abend zu verbringen und mich mit denen über vielleicht ein bisschen inhaltsschwere Sachen auszutauschen.
00:11:33: also darum es ist gar nicht nur dass wir's jetzt nicht mehr könnten sondern es gibt ja auch ältere Leute die das tanzen sondern dass sich unsere Interessen vielleicht einfach verlagern
00:11:41: Und das finde ich ganz wichtig und gut, dass du sagst was man vielleicht in den eigenen Eltern so beobachtet hat.
00:11:46: Dass sich vielleicht da der Musikgeschmack ändert.
00:11:49: Man denkt meine Herren!
00:11:50: Und selber darf man sich das selber aber auch zugestehen.
00:11:53: also ist okay, dass ich keine Partymaus mehr bin.
00:11:57: Es gibt viele schöne andere Dinge zu erleben sowie du es auch beschrieben hast recht vielen lieben Dank und für dich an alle anderen gute Nacht.
Neuer Kommentar