Schlaf-Apps als Behandlung bei Schlafstörungen? (#171)

Shownotes

Ob Schlaf-Apps als zertifizierte digitale Gesundheitsanwendungen auf Krankenkassenleistung eine wirksame Behandlung bei Schlafstörungen sein können, bespreche ich (Eva Bovet) in dieser Episode direkt mit der Schlafforscherin Dr. Leonie Maurer, die als wissenschaftliche Leiterin bei Mementor (den Machern von Somnio) die klinische Evidenz solcher Online-Therapien verantwortet.

Gemeinsam räumen wir mit dem Vorurteil auf, dass Digitalisierung im Schlafzimmer nichts verloren hat, und zeigen, wie wissenschaftlich fundierte Smartphone-Programme ohne lange Wartezeiten eine massive therapeutische Versorgungslücke schließen – ganz ohne Chemie und mit spürbarer Selbstermächtigung für dich.

Themen dieser Episode:

✅ Das Digital-Paradoxon: Warum ausgerechnet eine App uns dabei helfen kann, im analogsten Bereich unseres Lebens – dem Schlaf – wieder komplett abzuschalten.

✅ Der Weg auf Rezept: Welche strengen wissenschaftlichen Studien, Datenschutzhürden und Prüfprozesse eine App durchlaufen muss, um offiziell von den Krankenkassen bezahlt zu werden.

✅ Eigenverantwortung statt Schlaftablette: Warum das psychologische Aktivwerden zwar anstrengender ist als eine schnelle Pille, uns aber langfristig die Kontrolle über den eigenen Schlaf zurückgibt.

✅ Grenzen der Technik: Warum eine App keine ärztliche Diagnose ersetzen kann und bei welchen komplexen Begleiterkrankungen (wie Depressionen oder Ängsten) eine persönliche Therapie immer Vorrang hat.

Sponsor dieser Episode

Die Episode wird präsentiert von Zeit fürs Bett- dem Bettenladen für Schlafberatung in der Wetterau.

Über den Podcast

Dieser Podcast bietet wertvolle Einblicke und praktische Tipps zu Themen rund um die Schlafgesundheit. Ob Schlaftipps, Schlafprobleme oder rund um das Thema Schlaf Gesundheit -- wir klären auf und geben dir das Wissen, das du brauchst, um deinen Schlaf selber zu steigern.

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Transkript anzeigen

00:00:00: Wir sprechen davon, von einer App-Tipps und Handlungsanleitung zu bekommen was speziell im individuellen Fall zu tun ist um Wasser zu schlafen.

00:00:13: Ja, wie die Uni sagt nochmal, was kann ich dir jetzt machen für meinen

00:00:16: Schlaf?

00:00:16: Und das mit der Eigenverantwortung finde ich aber so eine tolle Angelegenheit weil es uns beweist dass wir tatsächlich selber in der Lage sind was zu ändern und das nicht fremdbestimmt.

00:00:30: Also dass der Schlaf ja eigentlich was relativ unberührtes

00:00:33: ist,

00:00:35: wo wir uns ja komplett abschalten von anderen Prozessen.

00:00:43: Achja!

00:00:43: Handys, Social Media, Informationsflut, der wir kaum entkommen können.

00:00:49: Ständige Vergleiche mit anderen, Online-Hautanalyse, Hormonberatung, Atemtraining... Sport nicht mehr mit anderen auf dem Ballsplatz sondern vor YouTube im Wohnzimmer.

00:01:00: Für mich, der einzige Bereich im Leben wo wir uns bei uns und nur mit uns sind ist der Schlaf.

00:01:08: Und jetzt soll ausgerechnet der Schlaf das per se undigitalste was wir so tun können auch noch durch Apps verbessert werden.

00:01:17: Also wir sprechen nicht davon Klänge, was Handy zum Einschlafen zu hören oder ein Podcast.

00:01:22: Wir sprechen davon von einer App-Tipps und Handlungsanleitung zu bekommen, was speziell im individuellen Fall zu tun ist um Wasser zu schlafen.

00:01:33: Ich spreche heute mit Dr.

00:01:34: Leoni Maurer über digitale Gesundheitsanwendungen im Speziellen über Apps die bei Schlafproblem helfen sollen.

00:01:40: Ich bin Mentorin für eine erholsame Menschbettbeziehung, ich bin Schlafcoach, Produktexpertin rund ums Bett.

00:01:47: Host ist besser schlafen Podcast, Schlafenthusiast sind Inhaberin von Bettenrab und Zeit fürs Bett.

00:01:52: Mein Name ist Eva Boweit-Leoni.

00:01:54: Herzlich willkommen!

00:01:56: Wir gehen rein.

00:01:57: Stell dich doch bitte einmal selber kurz vor.

00:02:00: Ja hallo Eva.

00:02:01: Ich bin Leonie, genau ich komme... Ursprünglich aus der Schlafforschung, also war da viele Jahre an der Uni noch ursprünglicher aus der Psychologie dann so ein bisschen rübergewandert zu Neurwissenschaften.

00:02:12: Und ja bin jetzt eigentlich in der Schlafforschung jetzt insgesamt auch schon knapp zehn Jahren unterwegs und bin davon jetzt seit fünf Jahren bei der Firma Mementor die die Schlafapp Somnu auf den Markt gebracht hat, auch schon vor über fünf Jahren.

00:02:31: Und wie du es eben angesprochen hast eine von diesen digitalen Gesundheitsanwendungen ist sie versucht uns und schlafen zu verbessern.

00:02:37: Genau dort bei mir mentor ist meine Aufgabe quasi als wissenschaftliche Leiterin das heißt ich bin verantwortlich dafür zu gucken dass unsere Produkte wirklich klinisch wirksam sind dass sie auch sicher sind.

00:02:48: genau was ich verantworten unsere Studien, die wir mit den Produkten machen und versuche immer mal wieder nebenher auch ein paar Schlafforschungs Fragen zu beantworten.

00:02:58: Ja also das ist ja dein Alltag und dein berufliches Leben und du erwähnst es so wie wenn ich sage ja habe ich mir einen Marmeladenbrot gespielt?

00:03:07: Also es ist einfach für mich aus meiner Perspektive ein krasses Ding sowas du machst was ihr macht was sowieso die meisten in der Schlafforschung machen.

00:03:18: und da sage ich jetzt dir stellvertretend für alle, die da involviert sind.

00:03:22: Einfach mal Danke für das was ihr tut und für den Schlaf und alles was du dazugehört genau.

00:03:29: Und die digitalen Gesundheitsanwendungen ist die Abkürzung Digas.

00:03:34: also wenn über DIGAS gesprochen wird.

00:03:38: Wenn euch die hier zu hört das Wort diga begegnet ist eine digitale Gesundheits Anwendung.

00:03:45: Gut Leonie, erzähl mal im Moment der Aufnahme.

00:03:48: Also heute ist ein ziemlich warmer Tag.

00:03:51: Das bringt natürlich auch Nachtsherausforderung mit.

00:03:55: Deshalb will ich jetzt von dir wissen wie hast du heute Nacht geschlafen?

00:03:59: Ja es sind tatsächlich gerade sehr heiße Tage und ich muss aber sagen also dafür eigentlich ganz gut!

00:04:05: Ich habe's schlimme erwartet.

00:04:06: das wäre manchmal auch ganz gut wenn man schon... gar nicht so gute Erwartungen hat.

00:04:11: Also ich habe heute Morgen gesagt, ja also ich bin früher aufgewacht als ich es mir gewünscht hätte aber das war schon okay.

00:04:18: Ich habe jetzt die dritte Nacht mit komplett offenem Fenster geschlafen und bin jetzt jeden morgen ein Ticken später aufgewagt wo ich gedacht hab vielleicht gewöhnt man sich tatsächlich auch dann das Tageslicht dass man dann einfach weiter schläft.

00:04:30: Ja doch ganz gut.

00:04:33: Also genau, was man sagen muss ist dass du so mittelneutral bist.

00:04:37: Du hast es selber schon angesprochen.

00:04:39: Du arbeitest natürlich für eine digitale Gesundheitsanwendung auf der anderen Seite.

00:04:43: Muss man jetzt sagen würdest du nicht machen wenn du's doof händest?

00:04:47: Ich mein klar ja das macht dir alles Sinn und hat Hand und Fuß.

00:04:52: Und ich habe es in meiner Einleitung ein bisschen gesagt und bin auch immer Also ich bin viervierzig Jahre alt, ja?

00:05:00: Ich bin nicht mit Internet groß geworden.

00:05:03: Und vielleicht ist es so ein bisschen eine Sache die ich auch privat persönlich besser verstehen muss und das tue mittlerweile.

00:05:13: Es hat so ein Bisschen gebraucht bis ich gecheckt habe was denn die tatsächliche Berechtigung von den digitalen Gesundheitsanwendungen ist.

00:05:20: und es gibt ja auch ganz verrückte Für mich ausufernde Geschichten, wo ich gar nicht weiß wie seriös ist es.

00:05:28: Aber ich seh's auch gerade... Ich mach jetzt ganze Füßchen im therapeutischen Bereich, grade auf was Schlaf anbelangt und auch andere Verhaltensänderungen als total sinnvoll.

00:05:40: Und ja wir gucken mal wohin wir noch kommen, du und ich Da ziehe nämlich auch meine nächste Frage drauf ab Wie ist es, also besser eine App als gar keine Hilfe?

00:05:55: Auf jeden Fall würde ich sagen.

00:05:56: Also man könnte ja auch in dem Sinne sagen... In der App ist ja in dem Moment auch nur eine Form der Selbsthilfe und Selbsthilfen gab's auch schon vor Digitalisierung.

00:06:08: Also auch bevor wir Schlafapps hatten, gab es auch von richtig guten Forschern, von richtig gutem Therapeutinnen gab es schon viele Selbsthilfebücher und das waren genau die Leute, die das halt selber face-to-face als Therapie gemacht haben.

00:06:24: Die gesagt haben Das reicht nicht aus ich komme hier niemals weiter Ich kann nicht allen Menschen helfen.

00:06:29: Wir haben dann sehr gute Bücher geschrieben Und auch damit konnte man sich selbst helfen.

00:06:34: Also auch theoretisch gibt sie Methode auch heute noch.

00:06:37: also ich könnte mir auch ein gutes Buch kaufen Ja und mir damit zum schlafen.

00:06:44: Die Idee ist natürlich dass apps ... das Ganze ein bisschen nutzerfreundlicher gestalten können, als er so einen Buch kann.

00:06:52: Und es sind dann auch teilweise wieder die selben Schlafforscher gewesen... ...die das Buch geschrieben haben, die dann gesagt haben, hey, dann gehe ich jetzt mal los,... ...beholen wir hier ein paar Entwickler und basteln daraus eine App.

00:07:01: Man könnte auch sagen, dass das Geschmackssache aber... Die meisten Leute würden dann wahrscheinlich doch lieber die App machen, oder ist das Buch gelesen?

00:07:11: Ja ja, und das ist ganz wichtig was du sagst Menschen haben ja unterschiedlich... Zugriff meine ich nicht, sondern Zugang zu mitteln.

00:07:20: Also es gibt Menschen die arbeiten oder benutzen gerne digitale Hilfe.

00:07:26: Es gibt Menschen, die brauchen eine andere Person um Guthilfe zu erfahren.

00:07:32: Es gibt Leute, die lesen gerne.

00:07:35: also Ich glaube das gibt's ja nach wie vor auch alles und da ist natürlich umso besser die digitalen Möglichkeiten sind Umso besser hilft es dann natürlich auch am Ende.

00:07:48: Für wen sind denn Schlafeabs grundsätzlich geeignet?

00:07:52: Ja, als ich würde schon sagen erst mal für wen ist Selbsthilfe auch geeignete?

00:07:57: also das sind erstmal die selben Voraussetzungen.

00:08:00: Ich muss auf jeden Fall Motive erzeihen dass sich wirklich an meinem Schlaf was ändern möchte.

00:08:05: Das ist eine Grundvoraussetzung eigentlich im Prinzip für jede Therapie, aber es sind in diesem, sag ich das mal Selbsthilfe-Sektor nochmal ein bisschen entscheidender.

00:08:12: Weil ich halt nicht jemanden anderen habe der mich vielleicht auch ein bisschen unter Druck setzt und nächste Woche haben wir da wieder einen Tabin und dann will ich sehen was du was gemacht hast.

00:08:20: Also vielen Leuten hilft natürlich soziale Unterstützer total.

00:08:25: Aber genau deswegen motiviert sollte man immer sein Und für die Schlafapps oder für die Selbsthilfeprogramme ist das einfach super wichtig.

00:08:33: Ja, dass man halt weiß das bedeutet jetzt Arbeit und ich muss jetzt was tun.

00:08:38: Das ist nicht eine Pille die ich einfach nehme und dann sind alle Probleme gelöst sondern Ich muss da Schritt für Schritt daran arbeiten Und für diese Leute ist es würde ich sagen sehr gut geeignet und klar.

00:08:48: ein bisschen kommt natürlich auch dazu Digitale Affinität.

00:08:52: Also hier einfacher Mirsfeld mit einem Ich sage es mal mit dem Smartphone aber es geht ja auch über den Browser mit dem Computer zu arbeiten ... im Handy zu arbeiten.

00:09:03: Das so leichter fällt einem das wahrscheinlich auch, also ja... Im Prinzip sind die Apps schon alle so aufgebaut, dass sie sehr leicht zu bedienen sind.

00:09:10: Gleichzeitig gibt es viele Sicherheitshürden, also... So ein Passwort muss da auf jeden Fall da sein und dann kommt da eben eine Link an die E-Mail und das ist halt wie die das gewohnt sind.

00:09:21: Der kennt das schon in und aus.

00:09:22: wenn ich jetzt komme wieder hier irgendwas eingeben, dann kommt was an meine E-mail, dann muss ich das wieder kopieren und da wieder eingeben.

00:09:28: für Leute, die das halt super selten machen ist das natürlich dann erstmal ein bisschen eine größere Hürde.

00:09:33: Aber nichtsdestotrotz, also wenn wir uns angucken wer so digitale Apps benutzt, dann sehen wir das ganze Altersspektrum alle Geschlechter.

00:09:41: Also da gibt es jetzt nichts, woran man festmachen könnte dass es für den einen gut funktioniert und für den anderen nicht.

00:09:49: Ich frage es jetzt einfach mal in der großen Angst, dass das jetzt sehr aufwendig wird.

00:09:55: Aber ich komme nicht drum rum Leonie!

00:09:57: Welchen Prozess muss denn eine App durchlaufen damit sie erstattungsfähig durch die Krankenkasse wird?

00:10:05: Oh je, ich habe Angst durch den Anhaltung von der Antwort.

00:10:08: Wird's lang oder...?

00:10:11: Ich versuche es kurz zu halten und muss dazu auch sagen, dass ich die ganze Schritte jetzt auch inzwischen nicht mehr auswendig kenne.

00:10:20: Das ändert sich dieser Prozess auch immer mal wieder.

00:10:22: also die Behörden haben da immer wieder neue Vorstellungen davon was alles erfüllt sein muss.

00:10:28: und genau ich persönlich bin ja hauptsächlich für die wissenschaftliche Evidenz verantwortlich.

00:10:33: das heißt meine Rolle ist besonders sehr da wichtig wo die App zeigen muss, dass sie wirkt.

00:10:39: Deswegen kenne ich diesen Bereich sehr gut.

00:10:41: Also das vielleicht vorab was die App eben auf jeden Fall können muss ist, dass Sie in einer randomisiert kontrollierten Studie also kontrolliert mit eine Kontrollgruppe zeigen muss... ...dass die App besser ist als die Standardversorgung.

00:10:55: im Somnie-Bereich würde das jetzt z. B. deuten okay ich habe Patienten, die haben alle Insomni, die eine Gruppe kriegt Die Schlaf-App für eine bestimmte Dauer, die andere Gruppe bekommt keine Schlafapp.

00:11:08: Eventuell bekommt sie was anderes, vielleicht bekommt ihr ein bisschen Schlafhygiene und dann muss sich eigentlich meistens für die Behörden, die sehen auch ganz gerne dass es auch Langzeitwirkungen hat.

00:11:18: also da muss ich mir so einen Zeitraum von ungefähr drei und sechs Monaten anschauen und sage hey zu beiden Zeitpunkten sind die Leute die die App gemacht haben sehr viel besser oder nicht sehr viel bessere sondern haben eben ihre Insomnie Symptome ihrer Schlaffprobleme sehr viel behandeln können als die Kontrollgruppe.

00:11:36: Da muss ich noch ein paar Sachen kontrollieren, dass da jetzt nicht irgendwie das Aufschlag Medikamente zurückzuführen ist oder so.

00:11:41: aber genau im Prinzip es muss auf jeden Fall vorliegen, dass die App wirksam ist also wirksamer besser als die Standardversorgung.

00:11:50: und dann je nach Krankheitsbilden muss sich nebenan schauen was ist denn die Standard Versorgung in diesem Bereich?

00:11:55: Genau!

00:11:57: Das ist jetzt der Teil Evidenz.

00:11:59: Dann gibt's im Prinzip einen Riesentheilsicherheit.

00:12:04: Da muss man einmal dazu sagen, dass jede App, die eine DIGA werden möchte, Medizinprodukt sein muss.

00:12:10: Das heißt, man muss erst mal alle regulatorischen Anforderungen für ein Medizin-Produkt erfüllen.

00:12:15: Da sind dann schon einige Prüfprozesse im Spiel und wenn das Medizin Produkt jetzt zertifikat vorliegt, dann braucht es noch einen Datenschutz-Zertifikat, also dass die ganzen Gesundheitsdaten auch so geschützt werden wie sie geschützten werden müssen.

00:12:29: Ich würde sagen, das sind so die drei Baustellen.

00:12:32: Also Medizinprodukt-Zertifikat, Datenschutzsicherheit und pünische Wirksamkeit.

00:12:39: Genau.

00:12:39: Ich hoffe ich habe nichts vergessen!

00:12:43: Ja, ich finde es auch schon ausreichend... Natürlich auch mit dem Datenschutz.

00:12:49: Also Datenschütz wird ja in Deutschland sehr groß geschrieben und das ist auch wichtig, auch noch mal allen Menschen zu sagen dass die Medizinprodukt-Apps, die von den Krankenkassen erstattet sind dann großen Prüfprozess durchlaufen müssen und dann auch die Daten da gut aufgehoben sind richtig?

00:13:07: Ja, auf jeden Fall!

00:13:11: mindestens wenn nicht sogar mehr geschützt ist als die Daten, die man zum Beispiel auch der EPA hat.

00:13:16: Also es sind Gesundheitsdaten wie andere Gesundheitsdate und die Anforderungen daran sind also an diese Datenschutzsicherheit ist wirklich sehr hoch.

00:13:25: Werbung!

00:13:27: Was alle Menschen für eine gute Schlafqualität brauchen, ist ein gutes Bett.

00:13:31: Und das gibt's bei Zeit fürs Bett in Carben, meinem Laden.

00:13:37: Für's mit ue, deinen individuellen Beratungstermin zur Vermessung auf unserem Liegesimulator und wir schauen welche Matratze am besten für dich passt.

00:13:49: Natürlich gibt es bei Zeit fürs Bett mehr für deine hohsamen Schlaf!

00:13:53: Ladenröste, Bettgestelle, Kopfkissen zudecken Wunderbare Bettwäsche sind voller Assessoires Schönes und Außergewöhnliches für dein Schlafzimmer und vieles mehr.

00:14:04: Und ja, ein tolles passendes Bett allein ist manchmal nicht die Lösung aber eine absolut notwendige Basis für deinen guten Schlaf.

00:14:21: Ich hatte gerade noch einen Gedanken zu meiner Frage davor, für wen die App geeignet ist und du hast das auch so beantwortet.

00:14:28: Dass Menschen auch klar sein muss dass es eigenverantwortlich da ins Handeln, dass sie Menschen in den Handeln kommen müssen und ganz oft wollen ja Leute eine kurze Lösung wie du auch gesagt hast.

00:14:41: Pille rein und danke gute Nacht!

00:14:43: Und mit der Eigenverantwortung finde ich aber tolle Angelegenheit, weil es uns beweist dass wir tatsächlich selber in der Lage sind was zu ändern und das nicht fremdbestimmt ist.

00:14:57: Also wir kriegen Impulse von außen egal um welches Thema es jetzt geht und können selber dann da Änderung herbeiführen und es ist auf der einen Seite vielleicht ein bisschen anstrengend aber auf der anderen Seite finde ich's total cool und so selbstermächtigend.

00:15:14: Also richtig gut, nicht nur anstrengend.

00:15:17: Für Leute die jetzt denken, nee es ist mir zu viel, vielleicht hilft da so ein bisschen dranzudenken dass das aber auch eine schöne Sache ist sich selber neu zu programmieren und neu zu gestalten und das Leben und den Schlaf einfach neu und eigenverantwortlich selber anzugehen.

00:15:36: Ja

00:15:37: auf jeden Fall.

00:15:40: Das sind auch teilweise die Rückmeldungen, die wir bekommen.

00:15:42: Wenn wir wirklich konkret fragen... Also wenn wir auch die Patienten selber fragen, wo siehst du denn den Vorteil in so einer digitalen Anwendung?

00:15:51: Dann kam auch die Antwort.

00:15:53: Ich weiß es jetzt nur noch auf Englisch aber because I can manage it myself also dass das halt auch schön ist, einen Schritt weit Unabhängigkeit zu haben.

00:16:00: und gleichzeitig kommt ja aus der Psychologie und ich seh viel mit Therapiemechanism und Psychotherapie beschäftigt und da ist das natürlich auch im Total spannender Prozess, weil in so einer Therapeuten-Patienteninteraktion muss man auch irgendwann zu dem Schritt kommen.

00:16:15: Dass man sagt okay der Patient eine Lage hat nicht die Verantwortung auf den Therapeutinnen und das der jetzt hier was machen muss dass es mir besser geht sondern... Das muss auch irgendwann kommen, dass der Patient sei geblieben ist.

00:16:25: Das ist mein Problem und ich kümmere mich darum mit deiner Hilfe.

00:16:28: ja aber ich bin hier die aktive Komponentin.

00:16:33: Ja Ja, und es ist ja auch... also ich erlebe das manchmal dass Leute so völlig bewertungsfrei.

00:16:41: Verstehe mich bitte nicht falsch.

00:16:43: und noch alle die zuhören finde ich neutral, dass Menschen empfinden, dass sie Opfer ihres eigenen Körpers sind und sich davon so abspalten.

00:16:53: Und ich finde es immer ganz gut Impulse von außen zu bekommen Das zusammenbringen wieder.

00:17:00: Und natürlich gibt es manchmal Dinge, die uns hilflos zurücklassen.

00:17:03: ja wenn jetzt jemand ein Bein bricht ist das bein gebrochen.

00:17:06: was also?

00:17:07: da gibt's ja nichts zu diskutieren das tut weh und da kann ich jetzt auch nicht durch Verhaltensänderungen irgendwas bewirken ist ja klar.

00:17:14: oder wenn ich eine Operation habe oder oder oder manchmal läuft halt scheiße so.

00:17:20: aber es gibt glaube ich viel mehr Bereiche wo wir selber in der Hand haben Und da auch selber positive Änderungen einfach herbeifüllen können.

00:17:30: Ist das eine Erfahrung, die du aus der Psychologie gemacht hast?

00:17:33: Dass Leute so ein bisschen weit weg sind von ihrem Körper oder sich da als ausgeliefert empfinden oder hilflos gegenüber dem was der eigene Körper macht und man kann irgendwie sogar nicht dagegen an?

00:17:51: Ja ich müsste gerade überlegen.

00:17:52: also ich fand es auf spannend dass du das gesagt hast.

00:17:55: Bekommt das schon auch bekannt vor?

00:17:57: Also gleichzeitig haben wir beim Schlaf gerade oft... Das ist ein bisschen das andere Phänomen, was du auch am Anfang mal gesagt hast.

00:18:07: Dass der Schlaf ja eigentlich etwas relativ unberührtes ist, wo wir uns ja komplett abschalten von anderen Prozessen und wenn wir zu diesem Thema Kontrolle übernehmen kommen Ist das so ein bisschen paradoxal?

00:18:22: Wir eigentlich beim Schlaf eben immer sagen, dass es total wichtig hier nicht die Kontrolle zu übernehmen.

00:18:28: Weil der Schlaf so natürlicher Prozess ist, wo man auch viel einfach vertrauen muss, dass der Schlafen schon kommt und dass der Körper schon weiß was er tut.

00:18:38: Und du kannst die Bedingungen um den Schlaf herum so setzen, dass er gut kommen kann sozusagen.

00:18:44: Ich kann die Faktoren um den schlafen rum kontrollieren quasi günstig für den Schlaf zu machen, aber dem Schlaf selber kann ich nicht kontrollieren.

00:18:55: Ich kann nicht sagen, ich schlafe jetzt einen.

00:18:58: Aber die Umgebung kann so schaffen dass es mir leicht fällt einzuschlafen.

00:19:04: Ja ja, ich glaube auch das Vertrauen in die eigene Schlaffähigkeit da auch gut tut.

00:19:11: Also natürlich ist das Quatsch immer mit Gravienenschlafschaum zu sagen Vertrau halt drauf, ja?

00:19:17: Ist mir auch klar.

00:19:18: aber so für alle ein Grundvertrauen in den Schlaf weil das ist ja auf das Thema.

00:19:24: dann liegen die Menschen nachts wach und sind totmütig und sagen ich kann nicht einschlafen was denn jetzt schon wieder los wer bin ich denn und was mache ich hier und was ist mir passiert?

00:19:33: wie schrecklich ja und genau in den Momenten darauf zu vertrauen dass es wird passieren So, auf den einen oder anderen Weg.

00:19:43: Wo haben denn Schlaf-Apps ihre Grenzen Leonie?

00:19:46: Also wo sagst du da würde ich vielleicht einen anderen Weg gehen?

00:19:50: oder für wen sind sie absolut ungeeignet?

00:19:54: Ja also ich würde sagen prinzipiell.

00:19:57: wenn wir jetzt von den medizinischen Schlafapps sondern von den Digas reden die sind ja quasi nicht als Also die sind ja nicht als Ersatz zur persönlichen Komponente gedacht, also nicht als einzelne Komponenten sondern aktuelle.

00:20:13: Funktionieren sie in einem System wo ich schon erst mal zum Arzt gehe und eine Diagnose bekommen werde, wo erstmal sich jemand anhört okay was ist jetzt hier eigentlich das Problem das vorliegt?

00:20:23: Und im Medialfall der Arzt-Fachperson kommt dann zb auf.

00:20:27: ok da sind eine Durchschlachtstörungen Hier könnte man zb eine App verwenden und das ist zb schon super wichtig.

00:20:35: Deswegen ist es ja auch die Integration im Gesundheitssystem.

00:20:38: Da würde ich sagen, haben die Apps ihre Grenzen?

00:20:40: Die können keine Diagnosen stellen.

00:20:42: Es ist wichtig, dass sich erst mal jemand hinsetzt mit den Patienten und versucht wirklich künftig rauszufinden was hier das vorliegende Problem oder was ist hier eine gute Behandlungsmethode für dieses Problem, das vorlegt.

00:20:55: Und im Idealfall gibt's vielleicht auch im Nachgang nochmal ein Gespräch.

00:20:58: hat das jetzt geklappt, hat das nicht geklappt?

00:21:00: Das ist was... Das muss auf eine gewisse Weise bestehen, weil das einfach so wichtig ist dass die Diagnose richtig gestellt wird.

00:21:12: Und ich würde sagen da kommen die Apps an ihre Grenzen und manchmal gibt es eben Fälle ja die sind sehr komplexe und das kann der App auch nicht.

00:21:23: Die kann dann nicht noch mal ausfinden.

00:21:25: Ist denn jetzt Schlaf dein wichtigstes Problem?

00:21:26: Oder ist da vielleicht noch eine Depression dabei?

00:21:28: oder sind da vielleicht auch Angststörungen?

00:21:30: Eine Suchterkrankung, die eigentlich zuerst behandelt werden sollte bevor der Schlaf-App kommt?

00:21:34: das muss von einer Fachperson entschieden werden, die sich am besten wirklich gut damit auskennt.

00:21:41: Dass es ja immer das Problem ist dennoch haben dass oft Schlafprobleme nicht so präsent sind oder nicht so prosent in der Diagnostik sondern eben auf die Komobilitäten vorherrschen sind klar war.

00:21:51: Ich denke, dass das auch für andere Krankheitsbilder sehr entscheidend ist.

00:21:56: Dass es schon eine Fachexpertise dazu gibt?

00:22:01: Also ich sag mein Bilderbuchweg wäre man geht zur Ärztin zum Arzt bekommt ne Diagnose die natürlich passend dann ist zu dem Schlafthema benutzt die App und dann gibt's auch im Nachgang nochmal ein Gespräch oder eine Überprüfung.

00:22:16: hat's denn geholfen?

00:22:17: so wär der Weg?

00:22:19: oder

00:22:20: Ja?

00:22:21: Also, ich würde sagen so wie man das bei einer anderen Behandlung ja auch machen würde.

00:22:25: Im Idealfall!

00:22:26: Aber ich weiß auch nicht... also darüber weiß ich nichts, wie gut das bei andern Behandlungswegen funktioniert und es ist ja auch nicht bei allen notwendig, dass das vielleicht die Idee, wenn der Patient glücklich ist dann kommt er ja auch noch nicht wieder und dann ist das vielleicht damit auch erledigt.

00:22:42: Es ist nicht immer notwendig dass dieses Gespräch danach stattfindet wahrscheinlich aber dass es halt zumindest ein bisschen mitgeleitet wird und richtig eingeleitet.

00:22:50: Das ist schon sehr entscheidend.

00:22:52: Ja, zu mir hat mein Arzt gesagt wir haben uns aber sehr lange nicht gesehen und da habe ich gesagt ja gut was soll ich machen?

00:22:57: Ich war halt gesund also es gab jetzt keinen Grund.

00:23:02: Ja klar Leonie danke!

00:23:06: Wir haben über ganz viel gesprochen Funktionsweise ja auch gesprochen.

00:23:13: Für wen es geeignet ist, wie der Weg so ist und was die Apps eigentlich tun können und dass sie Teilen der Gesundheitsversorgung werden sollen.

00:23:23: sind Sie noch nicht?

00:23:24: So wie wir's uns alle wünschen oder habe ich das richtig verstanden?

00:23:28: Ja also würde schon sagen erst aus den manchen Bereichen sehr gut klappt sehr schlecht.

00:23:35: Also wir haben auch so ein bisschen in die Erfahrung gemacht, dass es oft einfach auf die Indikation ankommt Ja... Es gibt mehr.

00:23:44: Wir müssen vor allem viel mit Hausärztin zusammenarbeiten weil das einfach die Primärversorgung ist, die primäre Anlaufstelle und nach fünf Jahren Arbeit würde ich schon sagen, dass sich das deutlich verbessert hat.

00:23:55: Das ist ja erstmal wichtig.

00:23:56: also es muss erst mal Bescheid wissen, dass sie ihren Sinn uns weghaben dass sie sinnvoll eingesetzt werden.

00:24:06: Aber am Ende muss sich natürlich auch jede Fachperson selbst mit dem Thema immer auseinandersetzen, ja?

00:24:11: Und das ist halt schon was, was glaube ich wie kontinuierliche Arbeit ist, weil wenn ich meinem Patienten eine App verschreibe und ich habe mir die selber gar nicht angeschauten, dann ist das einfach so schwierig.

00:24:23: Genau deswegen... Ich würde sagen wir sind schon auf einem guten Weg, also man sieht da schon, dass es immer besser wird Also dass die Gas insgesamt immer mehr verwendet werden, so wie sie auf jeden Fall verwendete werden sollen.

00:24:34: Und ja, das finde ich

00:24:38: ganz optimistisch.

00:24:39: Wenn jetzt jemand da die Gas entdeckt, die er sich gerne verwenden wollen würde ist es auch im Weg, dass Patienten ihrer Ärztin ihrem Arzt sagen, guck mal, ich habe da was!

00:24:51: Also Ärzte, Ärzten erfahren ja auf unterschiedlichen Wegen von DIGAS und das darf man schon auch.

00:24:57: Dass man als Patientin-Patient seinem Arzt sagt ich habe da was, was mir vielleicht helfen könnte.

00:25:03: Was denken Sie?

00:25:04: Und genau also jeder kann, darf drüber sprechen richtig?

00:25:09: Ja, auf jeden Fall!

00:25:11: Das ist auch was weiß ich zumindest in so einem Liebereichs schon noch immer super wichtig.

00:25:15: finde dass man auch die Möglichkeit hat wirklich die Patienten direkt aufzukehren Weil das ist halt so eine Schlafprobleme werden unglaublich lange hingenommen, bevor mal irgendwas dagegen gemacht wird.

00:25:25: Und ja es gibt welche die wollen einfach nur ne Tablette nehmen und dann ist wieder gut.

00:25:30: Ja wenn das dann so funktioniert.

00:25:32: aber es gibt halt auch viele die gar nicht erst um Arzt gehen weil sie sagen da kann man doch eh noch schlafen medikamente verschreiben.

00:25:38: deswegen ist das schon finde ich echt super wichtig dass Sie zumindest wissen es gibt eine Alternative.

00:25:43: Es gibt eine psychologische Psychotherapie.

00:25:45: die kann ich meinem Psychotherapeutin anfragen.

00:25:48: Da habe ich dann vielleicht Wartezeiten, aber irgendwann könnte ich da vielleicht auch hin kommen.

00:25:51: Und in der Zwischenzeit oder erst mal kann ich einfach meine Diga ausprobieren weil die digitale Lösung sofort verfügbar ist und... ...dann kann ich mich selber informieren und es gibt ja auch,

00:26:03: also

00:26:03: gibt doch bei den meisten Hersteller haben auf ihren Websites irgendwelchen Informationen dazu wie man auf schnellsten Wege quasi an die App rankommt.

00:26:12: Ja genau!

00:26:14: Und dann wird halt, du hast es angesprochen mit der Wartezeiten.

00:26:17: Es wird da auch einfach eine Versorgungslücke geschlossen und das finde ich toll.

00:26:23: ja

00:26:23: Ja und vor allem also eine enorme Versorgungslücke.

00:26:27: Also wir sind beim Insomnie bereichelt wirklich daran dass wir als wir angefangen haben Ja das wirklich mit der Leitlinie Therapie psychotherapeutisch also behandelt wird Dass das eben Also im Schnitt weniger als ein Prozent sind dieser Menschen mit Insomnia, die diese Therapie je erhalten.

00:26:47: Und das ist einfach super traurig!

00:26:48: Das ist nicht nur ein Problem in Deutschland.

00:26:51: Das haben wir im jedem Land bei Schlafprobleme nachlässigt werden und bei Psychologisch-Psychotherapie überall nicht verfügbar ist.

00:26:59: Aber ich glaube, mit den Digas konnten wir diese Zahl auf jeden Fall schon mindestens verdoppeln – und das war schon riesiger Schritt.

00:27:07: In dem Idealfall können wir noch viel mehr als das.

00:27:11: Leonie, vielen lieben Dank.

00:27:12: Ich wünsch dir und mir, dass wir heute Nacht und jede Nacht sehr gut schlafen und euch allen die uns zuhört natürlich auch!

00:27:19: Und wenn die Episode erscheint, wünsche ich mir jetzt einfach mal das es nicht mehr so unertrücklich heiß ist.

00:27:26: Ja...

00:27:29: Also danke und gute Nacht!

00:27:37: Tonschnitt & Jingle von Laurin Ponds.

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